„An dieser Stelle würden wir einen großen Wäscheraum bevorzugen.“ Viola Atzhorn, Einrichtungsleitung des Haus Bliesaue in Ottweiler deutet auf den großen Plan auf dem Tisch. „Dann müssen wir aber den Pausenraum für die Mitarbeiter an einer anderen Stelle verorten“, gibt  Architekt Willi Latz zu bedenken und blickt in die Runde. Als kein Widerspruch kommt legt er das Transparentpapier auf den Bauplan und zeichnet mit schwarzem Stift die neuen Raumgrundrisse ein. Den neuen Grundrisskonzeptionen folgen ebenfalls konzentriert die Regionalleiterin Andrea Laux und der Projektmanager des Schwesternverbandes Dirk Sellmann.

„Dieser Termin hat einen einfachen Hintergrund: wir, der Schwesternverband, streben eine Umstrukturierung der bisherigen Altenpflegeeinrichtung Haus Bliesaue in Ottweiler an. Statt einer großen planen wir zwei neue sehr familiäre Einrichtungen. Auf dem Betzelhübel und direkt neben dem alten Haus Bliesaue, erläutert Dirk Sellmann.

Um eine optimale Raumaufteilung und Raumnutzung der neuen Gebäude zu planen,  haben sich die Verantwortlichen getroffen und wichtige Diskussionspunkte gesammelt. Dabei ging es auch um einen optimalen Anfahrtsweg für Lieferungen oder Abholungen sowie grundlegende Fragen wie Küchengröße, Mülltrennung oder um die Parkplatzstrukturierung.

Bezüglich der Essensanlieferung gab es bereits in den letzten Wochen eine grundlegende Änderung im Schwesternverband. Seit einer Neustrukturierung werden die Mahlzeiten von der Zentralküche Illingen zubereitet und an die Einrichtungen geliefert. Dabei wurde das heute übliche Cook & Chill-Verfahren eingeführt. Das Essen wird nun nur fast fertig gekocht, gekühlt – aber nicht eingefroren – und dann kurz vor den Mahlzeiten vor Ort fertig gegart. Ein Vorteil dabei: es gibt keine tägliche Belieferung mehr.

Beide Einrichtungen sollen insgesamt weiterhin 79 Pflegeplätze für Senior*innen in Ottweiler anbieten. „Diese Pflegeplätze werden in kleinen Wohngruppen gegliedert, damit eine optimale Versorgung der Bewohner*innen ermöglicht wird“, beschreibt Regionalleitung Andrea Laux die neue Qualität. „Außerdem wird es aus beiden Pflegeetagen direkte Zugänge zum Garten geben.“

Zudem werden beide eingeschossigen Gebäude mit weiteren Angeboten ausgestattet. So soll in die neue Einrichtung – neben dem jetzigen Haus Bliesaue – eine dreigruppige Kindertagestätte und in der neuen Einrichtung auf dem Betzelhübel eine Physiotherapiepraxis und ein Café integriert werden.

Auf dem Betzelhübel ist das Bebauungsplanverfahren angelaufen. Vor der öffentliche Auslage des B-Planes im Rahmen der Bürgerbeteiligung werden Stadt und Schwesternverband die Pläne Ende Januar in einer Bürgerversammlung vorstellen und zeigen, wie sich die neue Pflegeeinrichtung auf dem Betzelhübel im Detail gestalten wird.

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